Rubinrot

Mit der Erwartung, einen kitschig, schnulzigen Teenieroman mit viel Herz-Schmerz und Mystery à la "Twighlight" zu lesen, begann Sandras Bookclub mit "Rubinrot", dem ersten Teil der Triologie "Liebe geht durch alle Zeiten" von Kerstin Gier.  Die Reihe ist jedoch keinesfalls mit Stephenie Meyers Romanen zu vergleichen.

Die Hauptakteurin des Buches ist die 16 jährige Gwendolyn Shepherd, deren Familie alles andere als normal ist. Während Gwendolyn selbst Geister sieht mit denen sie auch sprechen kann und ihre Großmutter immer wieder Visionen hat, wird Gwens gleichaltrige Cousine Charlotte seit jüngster Kindheit darauf vorbereitet, durch die Zeit zu reisen. Innerhalb der Familie wird ganz offen über das Zeitreise-Gen gesprochen, das unter den weiblichen Mitgliedern des Clans weitervererbt wird und zwischen dem 16. und 17. Lebensjahr damit beginnt, seinen Träger unkontolliert in die Vergangenheit zu schicken. Dies passiert jedoch nicht, wie in einer Prophezeihung angekündigt Charlotte, sondern Gwendolyn. Von da an beginnt für Gwen ein abenteuerliches, neues Leben. Sie wird nach und nach in die Mysterien des Geheimbundes, der Wächer eingeweiht, die sie, dank einer Maschine gemeinsam mit dem arroganten Gideon, einem weiteren Zeitreisenden kontrolliert in die Vergangenheit schicken. Doch es tauchen immer mehr Ungereimtheiten und Geheimnisse auf. Mit Hilfe ihrer Freundin Leslie, die alles über Gwen und ihre Familie weiß, versucht sie den Dingen auf den Grund zu gehen. Dass Gideon verdammt gut aussieht und auch eine ganz nette Seite hat, ist dabei nicht gerade sehr hilfreich.

Rubinrot steht nicht als abgeschlossene Geschichte für sich. Sie endet mit einem Kuss, doch das ist nicht das Happy End, sondern erst der Anfang. Um zu erfahren wie die Geschichte ausgeht und was hinter all den Geheimnissen und Verworrenheiten steckt ist der Leser gezwungen die folgenden beiden Teile, "Saphirblau" und "Smaragdgrün" zu lesen. Dies ist jedoch alles Andere als eine Qual, denn "Rubinrot" ist einfach packend geschrieben und ganz leicht und flüssig zu lesen. Man ist sofort in der Geschichte und kann sich direkt in die sympathische Gwendolyn hineinversetzen. Die Spannung bricht nie ab und die Geschichte wir zu keiner Zeit zäh oder stockend. An vielen Stellen muss man schmunzeln oder lauthals loslachen - meist dank Gwendolyns und Leslies trockenem Humor.

Fazit: Das Buch ist zwar ein Jugendbuch, wird aber auch die meisten Frauen in seinen Bann ziehen, die Rätsel und Geheimnisse, sowie spannende und romantische Bücher mögen.

4.3.11 00:59

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